Über Grenzen hinweg gut harmoniert

Ainringer Chor "ZammKlang" zu Gast bei befreundeten Sängern am Wörthersee in Kärnten

Stellten sich zum gemeinsamen Gruppenbild auf: die Chöre "ZammKlang" (dunkel) aus Ainring und "MaM" aus Klagenfurt (hell). −Foto: Chor

Ainring. Im Pfarrzentrum St. Severin beheimatet, machte der gemischte Chor "ZammKlang" kürzlich seinen ersten großen Ausflug seit seiner Gründung Anfang 2015. Das Ziel der 15-köpfigen Gruppe unter der Leitung von Ute Schidlowski und Martin Reiter war Klagenfurt am Wörthersee.

Im Vordergrund der dreitägigen Reise stand ein gemeinsames Chorprojekt mit dem Klagenfurter Chor "MaM" (Musik am Montag) unter der Leitung von Werner Franz. Beim eher zufällig entstandenen Kontakt einzelner Mitglieder der beiden gemischten Chöre vor etwa einem Jahr wurde die Idee geboren, etwas gemeinsam zu machen. Viele Telefonate und E-Mails später war es nun endlich soweit.

Nach einem herzlichen Empfang und erstem Kennenlernen ging es am Freitagnachmittag auch schon an die erste gemeinsame Singprobe. Im Vorfeld bereits waren Chornotensätze ausgetauscht worden, die vom jeweils anderen Chor eigenständig einstudiert wurden. Spannend war, wie die getrennt und individuell eingelernten Interpretationen der nüchternen Noten unter einen Hut zu bringen waren. Alle heimlichen Sorgen waren jedoch unbegründet, von Anfang an harmonierten die beiden Chöre. Nach einem ebenso freudebereitendem wie anstrengendem Probensamstag fand das Projekt seinen musikalischen Abschluss in einem Gemeinschaftskonzert im großen Saal der Waldorfschule.

Abwechselnd präsentierten die Chöre gemeinsam oder auch in Einzelformation dem Publikum das bunt gemischte Konzertprogramm. Im Chorduett eröffnet mit "Weit weit weg", umfasste der Liedreigen auch Titel in norwegischer wie in kärntner Mundart. Einfühlsame Klänge aus dem benachbarten Slowenien durften ebenfalls nicht fehlen.

Afrikafeeling kam auf beim südafrikanischen Zulu-Stammeslied "Laduma" und "Zangalewa" aus Kamerun. Ein Trinklied aus dem britischen Mittelalter machte ebenso Laune wie "The lions sleeps tonight". Weltweit bekannt gemacht durch Luis Armstrong brachte "What a wonderful world" auch das Publikum zum Mitsingen. Als letzen Programmpunkt gaben die Chöre gemeinsam den prägenden Gospelsong der schwarzen Bürgerrechtsbewegung in Amerika "We shall overcome" zum Besten. Nach mehreren Zugaben verbrachten die Sängerinnen und Sänger mit vielen Konzertbesuchern im Anschluss noch einige gemeinsame fröhliche Stunden.

Sozusagen zum "Cool down" nach aufregenden Singtagen unternahmen die Mitglieder von "ZammKlang" am Sonntag bei strahlendem Sonnenschein noch eine kleine Wanderung zum nahegelegenen Wörthersee. Nach ein paar Abschlussliedern an der Seepromenade machte sich der Chor nach einem rundum gelungenen Chorwochenende wieder auf den Heimweg. − red